In Planung:
Handbuch der lateinischen Literatur der Antike,
Band 7 und Band 8
(Bonn - Zürich)
Am Lehrstuhl für Latinistik der Abteilung für Griechische und Lateinische Philologie wird derzeit die Herausgabe zweier Bände des Handbuchs der lateinischen Literatur vorbereitet. Band 7 (430–568) wird von Prof. Dr. Gernot Michael Müller und Dr. Tristan Spillmann herausgegeben. Band 8 (568–735) erscheint unter der Herausgeberschaft von Prof. Dr. Ulrich Eigler (Zürich) und Prof. Dr. Gernot Michael Müller.
Das Handbuch der lateinischen Literatur der Antike
Das ursprünglich von Reinhart Herzog und Peter Lebrecht Schmidt herausgegebene Handbuch der lateinischen Literatur der Antike, das im Verlag C.H. Beck München erscheint und auf insgesamt acht Bände angelegt ist, ist ein Unternehmen von außergewöhnlicher Dauer und nicht minder außergewöhnlichem Anspruch. Seine Konzeption reicht in die 1980er Jahre zurück und verfolgte das Ziel, die bis dahin maßgebliche, von Martin Schanz, Carl Hosius und Gustav Krüger verantwortete Geschichte der römischen Literatur nicht lediglich fortzuschreiben, sondern durch ein systematisch neu konzipiertes Referenzwerk zu ersetzen. Dass ein solches Vorhaben seine eigenen zeitlichen Dynamiken entfaltet, verdeutlicht der bisherige Publikationsverlauf: Vier der insgesamt acht geplanten Bände liegen inzwischen vor; sie erschienen in den Jahren 1989, 1997, 2002 und 2020. Insbesondere die Entstehung von Band 6, der die Zeit zwischen 374 und 430 behandelt, spiegelt die Herausforderungen eines derartigen Langzeitprojekts in paradigmatischer Weise wider. Während der Bearbeitung verstarben nicht nur die Herausgeber Peter Lebrecht Schmidt und Jacques Fontaine, sondern auch zahlreiche Beiträgerinnen und Beiträger, wodurch sich die Veröffentlichung bis 2020 immer wieder verzögerte.
Die noch ausstehenden Bände 2, 3, 7 und 8 befinden sich derzeit in Vorbereitung
Während Band 7 die Zeitspanne von 430 bis 568 behandelt und damit die Rückeroberungen unter Kaiser Justinian sowie die letztmalige Vereinigung des westlichen und östlichen Römischen Reiches umfasst, deckt Band 8 als letzter Band der Reihe den Zeitraum von 568 bis 735 ab und damit die Epoche nach dem Scheitern der justinianischen Restauratio imperii.. Zugleich soll Band 8 den Übergang von der Spätantike zum Frühmittelalter nachzeichnen und die für die Entwicklung der mittellateinischen Literatur in den folgenden Jahrhunderten maßgeblichen Weichenstellungen berücksichtigen.
Die lateinische Textkultur nach dem 5. Jahrhundert
Eine besondere Herausforderung für die beiden letzten Bände, die die „späte Spätantike“ bzw. long Late Antiquity in den Blick nehmen, besteht im methodischen Zugriff auf das Material und den daraus resultierenden Formen seiner Darstellung. Beide Aspekte sind eng mit der Frage nach Funktion und Zielsetzung der wissenschaftlichen Gattung des Handbuchs verknüpft. Im Mittelpunkt steht das Verständnis der lateinischen Textkultur der nachklassischen Zeit, die ihrerseits einer genaueren Differenzierung bedarf. Während die lateinische Literatur nach dem 4. Jahrhundert in den vergangenen Jahrzehnten eine zunehmende Aufwertung erfahren hat, was sich nicht zuletzt in einer zwar weiterhin punktuellen, insgesamt jedoch intensivierten Beschäftigung vor allem mit christlichen Texten niederschlägt, perpetuieren die nach wie vor spärlichen Analysen der Literatur des 6. und insbesondere des 7. Jahrhunderts vielfach die abwertenden Urteile der Forschung des 20. Jahrhunderts. Im Grunde scheint sich in den vergangenen drei Jahrzehnten eine Verschiebung vollzogen zu haben: Während die Spätantike bis etwa 500 dank der Pionierarbeiten der letzten Jahrzehnte inzwischen als eigenständige literarische Epoche gilt und entsprechend größere Aufmerksamkeit erfährt, bleibt die Textkultur des 6. und 7. Jahrhunderts weiterhin mit dem Stigma eines vermeintlichen Niedergangs behaftet. Paradigmatisch zeigt sich dies am Beispiel der Dichtung. Die offenkundigen Leerstellen sind dabei nicht zuletzt den Disziplingrenzen und konventionellen Epocheneinteilungen sowie den komplexen Entstehungs-, Rezeptions- und Überlieferungsbedingungen geschuldet. Letztere verweisen zugleich auf einen tiefgreifenden Wandel der intellektuellen Infrastruktur, der in Wechselwirkung mit der politischen Fragmentierung des Weströmischen Reiches verlief. Wolfgang Kirsch hat 1989 in einem grundlegenden Beitrag einen Funktionswandel des römischen Literatursystems an der Wende vom 2. zum 3. Jahrhundert beschrieben. Er benennt fünf Entwicklungen, die die Koordinaten der späteren lateinischen Literatur – einschließlich der mittellateinischen Textkultur – nachhaltig bestimmen sollten: erstens den Rückgang einer primär künstlerischen Ausrichtung der Literatur, zweitens den Vorrang prosaischer Darstellungsformen gegenüber der Versdichtung, drittens die Erweiterung des Adressatenkreises über die traditionelle Bildungselite hinaus, viertens die Verlagerung vom ästhetischen Eigenwert literarischer Werke hin zu ihrer instrumentellen Funktion sowie fünftens die Ausrichtung der Literatur auf das Christentum als ihren zentralen Bezugsrahmen. Gerade der letzte Punkt ist von zentraler Bedeutung, um die veränderten produktions- und rezeptionsästhetischen Entwicklungslinien der lateinischen Literatur, ihre jeweiligen Sitze im Leben und insbesondere den grundlegenden axiologischen Wandel dieser Epoche aus der Perspektive der longue durée nachvollziehen zu können. Das Ende der spätantiken politischen Ordnung im Westen einerseits und die fortschreitende Christianisierung der ehemaligen Reichsgebiete und ihrer Peripherien andererseits – zwei Prozesse, die spätestens seit der Geschichtsschreibung der Aufklärung häufig als komplementäre Entwicklungen beschrieben werden – prägen deshalb auch den Darstellungsmodus des Handbuchs.
Die lateinische Literatur als Ausdruck einer dezentralen Globalität
Die bislang erschienenen und noch in Vorbereitung befindlichen Bände eins bis sechs folgen – bei aller Differenz der jeweiligen Literaturen und Epochen – weitgehend dem Forschungsparadigma der Klassischen Philologie des 20. Jahrhunderts, was sich nicht zuletzt an ihren Gliederungen und den entsprechenden Darstellungsmodi ablesen lässt. Im Zentrum stehen Autor, Werk und dessen Einordnung in das antike Gattungssystem; die Überlieferungsgeschichte tritt demgegenüber meist zurück, während geographische und zeitliche Differenzierungen sowie die Einbindung in die politische Geschichte die Darstellung strukturierend ergänzen. Dieser Zugriff ist jedoch nicht allein traditionsgebunden, sondern auch sachlich begründet: Die politische Rahmung durch das Imperium Romanum und die kulturelle Zentrierung auf Rom verleihen diesem Modell eine Kohärenz, die zwar den Einheitsgedanken von lateinischer Literatur und politischem Gefüge in bestimmten Kontexten möglicherweise überbetont und dadurch zu einer Verzerrung der historischen Perspektive führen kann, die sich jedoch zugleich mit der vorherrschenden, auf Rom ausgerichteten Textkultur begründen lässt. Tatsächlich lässt sich dieses Modell noch bis in Band 7 hinein fortschreiben, obwohl sowohl die geopolitischen Disruptionen – exemplarisch seien die Plünderung Roms im Jahr 410 und die zahlreichen Migrationsbewegungen genannt – als auch das Christentum als neuer sozio-religiöser Faktor maßgeblichen Einfluss auf die literarischen Entwicklungen ausüben sollten. Spätestens um 500 werden jedoch Brüche und tiefgreifende Transformationsprozesse der politischen wie kulturellen Strukturen sichtbar, die die Tragfähigkeit des bisherigen Ordnungsrasters zunehmend infrage stellen. In Band 8, der die Schwelle zwischen Spätantike und Frühmittelalter markiert, erweist sich dieser Darstellungsmodus daher als nicht länger funktional. Zwar begegnen weiterhin sogenannte „Leuchtturmfiguren“, darunter Beda Venerabilis, Gregor der Große, Isidor von Sevilla oder Venantius Fortunatus, bei denen Person und Werk in paradigmatischer Weise zusammenfallen und die insbesondere für den intellektuellen Horizont des beginnenden Mittelalters Orientierung bieten. Doch die prominenten Gestalten können nicht darüber hinwegtäuschen, dass die literarische Landschaft dieser Zeit in weiten Teilen von Anonymität geprägt ist oder Autoren lediglich dem Namen nach fassbar bleiben. Hinzu tritt die Problematik der Datierung, die sich in dieser Epoche in neuer Schärfe stellt. Einerseits verfügen wir nun erstmals in größerem Umfang über zeitnahe Überlieferungsträger, sodass paläographische und kodikologische Analysen erheblich an Bedeutung gewinnen. Andererseits bleiben wir zugleich auf spätere, nicht selten karolingische Abschriften früherer Texte angewiesen, die den Zugriff auf ursprüngliche Entstehungskontexte erschweren und eine zusätzliche Reflexionsebene erfordern. Noch deutlicher treten die regionalen Differenzen hervor. Die Zeit nach dem Ende des Weströmischen Reiches lässt sich, zugespitzt formuliert, als eine Form „dezentraler Globalität“ beschreiben – ein Begriff, den Ulrich Eigler und Gernot Michael Müller zur Charakterisierung der lateinischen Textkultur seit dem 6. Jahrhundert heranziehen. Politische, wirtschaftliche und soziale Fragmentierung gehen dabei mit einer bemerkenswerten Persistenz der lateinischen Textkultur und ihrer grundlegenden Parameter einher. Das Lateinische bewahrte trotz politischer, kultureller und konfessioneller Grenzen ein integratives Moment, das sowohl in den poströmischen Herrschaftsräumen als auch in den ehemaligen Peripherien des Imperiums wirksam blieb. Insbesondere die in der Spätantike nochmals intensivierte Produktion von Briefen und Briefsammlungen sowie die weite Verbreitung poetischer und hagiographischer Schriften belegen diesen Zusammenhang. Versuche, der zeitgenössisch vielfach erfahrenen Fragmentierung durch Formen literarischer Gemeinschaftsstiftung entgegenzuwirken, treten in zahlreichen Texten deutlich hervor.
Die Konstitution einer biblischen Textwelt
Ein weiteres zentrales Charakteristikum der Epoche zwischen 568 und 735 ist schließlich ihre durchgreifend christliche Prägung, die mit der lateinischen Textkultur unmittelbar verschränkt ist. Was sich in den Jahrhunderten zuvor bereits deutlich abgezeichnet hatte, jedoch noch in einem produktiven Spannungsverhältnis zur antik-pagan geprägten und lange Zeit dominanten Latinität stand, bildet spätestens seit dem ausgehenden 6. Jahrhundert die Grundlage literarischer Produktion. Die nichtchristliche Literatur blieb zwar als kultureller Bestand weiterhin präsent, auch wenn rhetorische Distanzierungstopoi christlicher Autoren bisweilen einen anderen Eindruck vermitteln mögen. Gleichwohl traten die einstigen nichtchristlichen Bezugsinstanzen zunehmend in den Hintergrund und wurden durch patristische Autoritäten überlagert, in bestimmten Kontexten sogar vollständig ersetzt. Damit geht eine grundlegende Neuausrichtung einher, die in dieser Form innerhalb der antiken Literaturgeschichte ohne unmittelbares Vorbild bleibt: Die biblischen Schriften des Alten und Neuen Testaments wurden nicht nur langfristig kanonisiert und zum maßgeblichen Textkorpus erhoben – ein Prozess, der keineswegs ohne kontroverse Diskussionen verlief –, sondern entwickelten sich zugleich zu einem umfassenden Orientierungsrahmen für religiöse, soziale und kulturelle Praxis. Die Bibel prägte und regulierte das gesamte Leben, wie insbesondere der Gottesdienst und die ihn begleitenden liturgischen Schriften eindrucksvoll belegen. Aufgrund ihrer Historizität blieben die biblischen Texte dabei stets interpretations- und aktualisierungsbedürftig; im Vordergrund stand daher die Vermittlung ihrer Inhalte und damit der christlichen Wahrheit. Zugleich beschränkte sich ihre Wirksamkeit keineswegs auf das intellektuelle Feld. Die Heilige Schrift bildete einen zentralen Bezugspunkt des Alltags sowohl für Herrschereliten als auch für breitere soziale Gruppen. Der veränderte Status der Bibel als dominantes Referenzwerk schlug sich in nahezu allen literarischen Gattungen nieder. Besonders deutlich zeigt sich dies in den hagiographischen Schriften, die quantitativ einen erheblichen Anteil der literarischen Produktion dieser Epoche ausmachen. Dieser für die gesamte mittelalterliche Kultur grundlegenden Entwicklung soll auch Band 8 Rechnung tragen. Daher sprechen wir von einer „biblischen Textwelt“ – einem Phänomen, das in sozio-literarischer Perspektive tatsächlich ein Novum des ausgehenden Altertums darstellt. Vor diesem Hintergrund ist es konsequent, dass Band 8 – nach einem einleitenden Grundlagenkapitel zu Überlieferung, materiellen Bedingungen und Schriftkultur – mit einem ausführlichen Hauptkapitel zur Bibel als Leittext einsetzt: als jenem Referenzpunkt, um den sich die lateinische Literatur dieser Epoche in neuer Weise organisiert. Entsprechend werden auch jene Schriften berücksichtigt, die sich unter dem Begriff einer „pragmatischen Schriftlichkeit der Kirche“ zusammenfassen lassen, darunter liturgische Texte ebenso wie Kommentare und Predigten, deren Gattungsgrenzen häufig fließend sind.
Dichtung als paradigmatische Gattung der spätantiken Transformationen
Die Konzepte der "dezentralen Globalität" und der "biblischen Textwelt" lassen sich paradigmatisch in der lateinischen Dichtung zwischen 568 und 735 verorten. Während sich die Poesie des ausgehenden 6. Jahrhunderts noch durch deutliche Rekurse auf die klassisch-pagane Dichtung auszeichnet und explizit an frühere Traditionslinien anknüpft, wie etwa die Gedichte des Venantius Fortunatus, die Elegie(n) des Maximianus (fl. 6. Jh.) oder die Epigramme des Luxorius (fl. 6. Jh.) bezeugen, lässt sich ab dem 7. Jahrhundert eine signifikante Gewichtsverschiebung hin zu christlichen Stoffen und Themenkomplexen feststellen. Diese geht zugleich mit einer grundlegenden, bereits in den Jahrhunderten zuvor beobachtbaren Instabilität literarischer Gattungen einher. Gerade hierin tritt der ausgeprägt experimentelle Charakter dieser Epoche hervor, der sich ebenso in prosaischen Schriften beobachten lässt. Bewusste Spiele mit Gattung und Form offenbaren weniger einen Verfall poetischer Kenntnisse als vielmehr eine konsequente Auseinandersetzung mit und dezidierte Weiterentwicklung dichterischer Ausdrucksformen. Die klassischen Formen bleiben präsent, werden jedoch in spielerischer Weise in neue Variationen überführt. Die poetischen Bezugsinstanzen, allen voran Vergil, fungieren weiterhin als zentrale Referenzpunkte, werden jedoch langfristig um christliche Epiker wie Juvencus, Sedulius und Avitus von Vienne ergänzt. Dieser Prozess verweist auf Selektionsmechanismen, die zwar keine feste literarische Kanonisierung wie im Falle der augusteischen Dichtung hervorbringen sollten, dennoch aber einen überregional gültigen Referenzbestand für die nunmehr primär christlich orientierte Dichtung zu konstituieren vermochten. Afrikanische Dichter sind in Toledo ebenso präsent wie in Monkwearmouth-Jarrow, wie die carmina des Eugenius von Toledo oder die Gedichte Bedas eindrücklich bezeugen, während die Dichtung Aldhelms von Malmesbury (ca. 639–709) stilbildend für die spätere, insbesondere karolingische Poesie werden sollte. Im Zentrum stand dabei die Vermittlung biblischer und patristischer Themen: Die Dichtung bot den jeweiligen Autoren ein genuines Medium, um spezifische biblische und sogar dogmatische Gegenstände in freierer Form zu reflektieren und literarisch auszugestalten – und damit zugleich zur Konstitution der biblischen Textwelt beizutragen.
Vor diesem Hintergrund gewinnt Band 8 sein spezifisches Profil. Er löst sich bewusst vom bisherigen Darstellungsmodus der vorausgehenden sieben Bände, der das Augenmerk primär auf Autor und Werk legt, und rückt stattdessen die Eigenarten dieser Übergangsepoche programmatisch in den Vordergrund. Dies zeigt sich nicht zuletzt in der Gliederung, die ausgehend von der Bibel als Leittext geographische, autorenzentrierte und gattungsspezifische Ordnungskriterien miteinander verschränkt und zugleich dem beschleunigten Sprachwandel Rechnung trägt. Die strukturellen Unterschiede zu den vorausgehenden Bänden sind dabei nicht bloß formaler Natur, sondern Ausdruck eines veränderten Gegenstands. Der umfassende Wandel der lateinischen Textkultur am Vorabend der karolingischen Erneuerungsbestrebungen markiert somit zugleich den Abschluss des Handbuchs und die Schwelle, an der die "antike" lateinische Literatur in die mittellateinische übergeht.
Tristan Spillmann
Zur Charakterisierung der Epoche als Ausdruck einer dezentralen Globalität fand im April 2023 an der Universität Bonn bereits eine Tagung statt:
Tagungsprogramm „Dezentrale Globalität. Die lateinische Textkultur nach dem Ende des Römischen Reiches“, 20.-22.4.2023
- Ulrich Eigler (Zürich) und Gernot Michael Müller (Bonn): Begrüßung und Einführung
- Carmen Cardelle de Hartmann (Zürich): Regionale Kirche im globalen Horizont: Isidors De uiris illustribus in der biobliographischen Tradition
- Stefan Esders (Berlin): Zwischen ‚Personalität‘ und ‚Territorialität‘: Das Recht in den westlichen Reichen im 7. Jahrhundert
- Susanna Fischer (München): Die Entwicklung geographisch-topographischer Schriften vom 6. bis zum 8. Jahrhundert
- Walter Pohl (Wien): Identitätsmuster in der lateinischen Historiographie, 6.–8. Jahrhundert
- Raphael Schwitter (Bonn/Zürich): Im Dazwischen? Zur Denkfigur des Liminalen am Beispiel der Krisennarrative bei Gregor dem Großen und in der „späten Spätantike“
- Gordon Blennemann (Montreal): Universalismus und Partikularismus in der gallischen Hagiographie des späten 5. und 6. Jahrhunderts
- Tino Licht (Heidelberg): Die Frühzeit der Halbunziale und die Lateinische Literatur des 6. Jahrhunderts in Italien
- Sebastian Scholz (Zürich): Inschriften im frühen Mittelalter: Sprache – Inhalt – Entwicklung
- Anneli Luhtala (Helsinki): In Search of Tools of Prose Composition in the Early Middle Ages
- Andreas Fischer (Erlangen): Reflektierte Globalität: Texte und Kommunikation zwischen Gallien und Italien im 7. Jahrhundert
- William Klingshirn (Washington, DC): Latin Literatures of Diagnosis, Prognosis, and Healing: Translation, Adaptation, and Exchange
- Abschlussdiskussion und Zusammenfassung
Überblick zu den acht Bänden des Handbuchs der lateinischen Literatur der Antike
2. Die Literatur des ciceronischen und augusteischen Zeitalters.
- 2,1. Dennis Pausch (Hg.), Dichtung.
- 2,2. Markus Schauer (Hg.), Prosa.
3. Die Literatur des frühen Prinzipats.
- 3,1. Cédric Scheidegger Lämmle (Hg.), Die Literatur unter den Kaisern der iulisch-claudischen Dynastie.
- 3,2. Lisa Cordes, Verena Schulz (Hgg.), Von den Flaviern bis Trajan.
5. Reinhart Herzog (Hg.), Restauration und Erneuerung. 284–374 n. Chr. (1989).
6. Jean-Denis Berger, Jacques Fontaine, Peter Lebrecht Schmidt (Hgg.), Die Literatur im Zeitalter des Theodosius (374–430 n. Chr.).
7. Gernot Michael Müller, Tristan Spillmann (Hgg.), Die lateinische Literatur im Zeitalter der Völkerwanderung (430–568).
8. Ulrich Eigler, Gernot Michael Müller (Hgg.), Die lateinische Literatur der Spätantike und des Frühmittelalters 568–735 n. Chr.
Ansprechpersonen zu Bänden 7 und 8 des Handbuchs der lateinischen Literatur der Antike
Prof. Dr. Gernot Michael Müller Professor für Klassische Philologie/Latinistik
Dr. Tristan Spillmann wissenschaftlicher Mitarbeiter Latinistik