Sie sind hier: Startseite Studium Lehrveranstaltungen Sommersemester 2005: Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis

Sommersemester 2005: Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis

Seminareröffnung: Dienstag, 19. April 2005, 10 Uhr c.t., HS XIV


K l a s s i s c h e   P h i l o l o g i e


4001
Vorlesung: Griechische Mythologie
(Th. A. Schmitz)

Ort und Zeit: HS III, Di 12-14

Problemstellung:
Von allen Hinterlassenschaften der Antike ist die Mythologie zweifelsohne amwirkungsmächtigsten in der europäischen Kunst und Literatur gewesen.Schriftsteller, Künstler, aber auch Philosophen und Wissenschaftler haben sichvon den Mythen und Geschichten inspirieren lassen. Immer wieder wurden dieMythen bildlich dargestellt, in neuen Fassungen erzählt, auf die Bühne gebrachtund als knappe, allen zugängliche Symbole benutzt; Ödipus-Komplex,Achillessehne oder Kassandrarufe sind noch heute geläufige Begriffe (wenn auchder antike Ursprung nicht jedem, der sie benutzt, präsent sein mag).
Die Vorlesung möchte in die wissenschaftliche Beschäftigung mit der griechischen Mythologieeinführen. Wichtige Themenbereiche werden sein die religiöse und politischeFunktion von Mythen, ihre Überlieferung und Verarbeitung in der antikenLiteratur und Kunst, die Verbindung zu Mythen anderer Hochkulturen sowie dieGeschichte der wissenschaftlichen Beschäftigung mit griechischen Mythen.

Sekundärliteratur:
Hunger, Herbert, Lexikon der griechischen und römischen Mythologie, Wien 51969;Timothy Gantz, Early Greek Myth. A Guide to Literary and Artistic Sources,Baltimore 1993; Approaches to Greek Myth, hrsg. von Lowell Edmunds, Baltimore1990; Fritz Graf, Griechische Mythologie. Eine Einführung, München 31991.

Voraussetzungen für die Teilnahme:
Die Vorlesung steht Hörern aller Fächer offen; Kenntnisse der griechischen Sprache werden nichtvorausgesetzt.

Sonstiges:
Inhalt der Veranstaltung kann natürlich nicht eine Nacherzählung der griechischen Mythen sein. Wer sich also schonetwas vorbereiten möchte, sollte einfach beginnen, in einer der Sammlungengriechischer Mythen zu schmökern. Zu empfehlen wären etwa Gustav Schwabs Sagendes klassischen Altertums (ein klassischer Text auch der deutschen Literatur;in unzähligen Auflagen und Auswahlsammlungen gedruckt); Karl Kerényi, Die Mythologieder Griechen, 2 Bde, Zürich 1951 (und Nachdrucke).

Veranstaltungsbeginn:
Nach der Seminareröffnung.


4004
Vorlesung: Caesar
(St. Busch)

Ort und Zeit: HS XIV, Di 10-12

Problemstellung:
C. Iulius Caesar ist eine Ausnahmeerscheinung nicht nur auf dem Feld der römischen Geschichte, sondern auch auf dem der Literatur. Zu seiner Zeit als Redner hochberühmt, ist er uns heute vor allem durch die Schriften bekannt, die er über den Gallischen Krieg und den Bürgerkrieg verfaßt hat. Der Schwerpunkt der Vorlesung wird auf diesen literarischen Hinterlassenschaften liegen. Dabei sollen sowohl die traditionellen Fragen der Caesar-Philologie vorgestellt werden als auch die literaturwissenschaftlichen Ansätze, die die Erforschung Caesars in jüngster Zeit belebt haben.
Der Besitz eines vollständigen Textes von Bellum Gallicum und Bellum Civile - vorzugsweise in einer kritischen Ausgabe (z. B. BT) - sollte sich als nicht unnütz erweisen, desgleichen vorbereitende und begleitende Lektüre desselben in möglichst großem Umfang.

Literaturangaben in der Vorlesung.

Veranstaltungsbeginn:
Nach der Seminareröffnung.


4011
Hauptseminar: Griechische Epigramme
(Th. A. Schmitz)

Ort und Zeit: Walther-Kranz-Raum, Mi 9-12

Problemstellung:
Bereits früh emanzipierte sich das Epigramm von seiner ursprünglichen Funktion als Aufschrift auf Weihgegenständen oder Grabsteinen; seit dem Hellenismus wurde es zu einer der beliebtesten dichterischen Gattungen; zahlreiche Sammlungen mit Epigrammen entstanden; viele davon wurden später in der großen Anthologia Graeca zusammengefaßt. Das Hauptseminar möchte die Geschichte des Genres von seinen Anfängen bis in die Spätantike nachzeichnen. Wir werden sowohl wichtige Texte und Autoren im Original lesen als auch die wissenschaftliche und interpretative Auseinandersetzung mit den Epigrammen kennenlernen.

Empfohlene Textausgabe:
Angesichts des weitverstreuten, oft nur in großen Sammlungen publizierten Materials kann man keine einzelne Ausgabe empfehlen. Wir werden die wichtigsten Editionen in einem Apparat aufstellen und uns in der Veranstaltung dann mit Photokopien behelfen müssen. Als wichtigste Kommentare für das hellenistische Epigramm sind zu nennen: A. S. F. Gow/D. L. Page, The Greek Anthology. Hellenistic Epigrams, 4 Bde, Cambridge (Engl.) 1965-1968; D. L. Page, Further Greek Epigrams, Cambridge (Engl.) 1981.

Sekundärliteratur:
L'Epigramme grecque, (Entretiens sur l'antiquité classique 14), Vandoeuvres 1968; Sonya Lida Tarán, The Art of variation in the Hellenistic epigram, Leiden 1979; Alan Cameron, The Greek Anthology: from Meleager to Planudes, Oxford 1993; Gidon Nisbet, Greek Epigram in the Roman Empire. Martial's Forgotten Rivals, Oxford 2003.

Voraussetzungen für die Teilnahme:
Abgeschlossenes Grundstudium im Fach Griechisch.

Veranstaltungsbeginn:
Nach der Seminareröffnung.


4012
Lateinisches Hauptseminar: Vergil, Aeneis VIII
(St. Busch)

Ort und Zeit: Mittel- und Neulateinische Bibliothek, Fr 9.30-12 (3st.).

Problemstellung:
Das 8. Buch über die Ankunft der Aeneaden in Latium, von Friedrich Klingner als "eines der virgilischsten" Bücher der Aeneis bezeichnet, wird in diesem Seminar kritisch-exegetisch gelesen mit dem Ziel, die Komplexität dieses Textes zu erfassen wie auch eine Position zu den gängigen Interpretationen und Bewertungen Vergils zu gewinnen. Daß hierfür auch der Zusammenhang der ganzen Aeneis, literarische Vorbilder und Zeugnisse für die Rezeption des Werkes heranzuziehen sind, versteht sich von selbst.

Textausgabe: Vergil, ed. R.A.B. Mynors, Oxford 1969 u.ND (OCT).
Kommentare: Nebst den üblichen Kommentaren (Williams; Conington-Nettleship; Ladewig-Schaper-Deuticke usw.) vor allem: Virgil, Aeneid Book VIII. Edited by K. W. Gransden, Cambridge 1976.
Weitere Sekundärliteratur in der Veranstaltung.

Veranstaltungsbeginn:
Nach der Seminareröffnung.


4015
Lateinisches fachdidaktisches Seminar I
(R. Seibert-Kemp)

Ort und Zeit: HS XIII, Do 18-20

Problemstellung:
Das Seminar befaßt sich mit Grundfragen des Lateinunterrichts in der Lehrbuchphase, und zwar geleitet von Überlegungen zur Konzeption eines neuen Lateinlehrwerks. Dabei werden Legitimation, Ziele, Inhalte, Methoden und Medien eines zeitgemäßen Lateinunterrichts der Lehrbuchphase diskutiert. In diesem Zusammenhang sollen auch Kriterien der Lehrwerkanalyse/-kritik erarbeitet und auf Lehrwerke angewendet werden.

Sekundärliteratur:
Es wird vorausgesetzt, daß jede/r Teilnehmer/in die NRW Richtlinien Latein besitzt: Kultusministerium des Landes NRW (Hg.), Richtlinien und Lehrpläne für das Gymnasium - Sekundarstufe I - in Nordrhein-Westfalen : Latein (Frechen: Ritterbach, 1993, ISBN: 3-89314-294-0).
Weitere Literatur wird im Seminar genannt und z.T. als Kopie ausgegeben.

Voraussetzungen für die Teilnahme:
Die Veranstaltungen Fachdidaktik I und II sind Veranstaltungen des Hauptstudiums, die in zwei unmittelbar aufeinander folgenden Semestern besucht werden müssen. Mit dem Teil Fachdidaktik I kann aber bereits im letzten Semester des Grundstudiums begonnen werden.

Bedingungen für einen Leistungsnachweis:
Regelmäßige Teilnahme an und aktive Mitarbeit (einschließlich der Übernahme kleinerer Arbeitsaufträge) in den beiden Seminaren Fachdidaktik I und II. Im Wintersemester (Fachdidaktik II) Kurzreferat, Unterrichtssimulation und schriftliche Ausarbeitung.

Weitere Anmerkung:
Eintragung in Teilnehmerliste vor Beginn des Semesters erforderlich (ab sofort im Geschäftszimmer).

Veranstaltungsbeginn:
14.04.05


4017
Griechisches Proseminar: Menander
(B. Czapla)

Ort und Zeit: Walther-Kranz-Raum, Di 14-16

Problemstellung:
Menander ist der einziger Vertreter der sogennanten Neuen Komödie, von dem wir durch Papyrusfunde des 19. und 20. Jahrhunderts größere Textmengen aus verschiedenen Stücken (Aspis, Epitrepontes, Perikeiromene, Samia) und sogar den fast vollständig erhaltenen Dyskolos besitzen. Erst kürzlich sind in einem Palimpsest-Kodex der Bibliotheca Apostolica Vaticana aus dem 9. Jahrhundert n. Chr. weitere etwa 400 Verse ans Licht gekommen. Vermittelt vor allem über Plautus aber hat die Neue Komödie die Entwicklung der europäischen Komödie nachhaltig beeinflußt.
Von den in verhältnismäßig einfachem Attisch verfaßten Sprechversen wollen wir ausgewählte Partien lesen und interpretieren und uns darüber hinaus ausführlich mit der Gattung Komödie sowie der Aufführungspraxis u.a. beschäftigen.

Empfohlene Textausgabe:
Menander, Reliquiae selectae, rec. F. H. Sandbach, Oxford 21990.

Sekundärliteratur:
A. W. Gomme/F. H. Sandbach: Menander, A Commentary, Oxford 1973.
(Spezielle Kommentare zu den einzelnen Komödien werden im Verlauf des Semesters bekannt gegeben.)
Horst Dieter Blume: Einführung in das antike Theaterwesen, Darmstadt 21984.
Ders.: Menander, Darmstadt 1998.
Bernhard Zimmermann: Die griechische Komödie, Düsseldorf 1998.

Voraussetzungen für die Teilnahme:
Abschluß der Vorbereitungsstufe

Voraussetzungen für einen qualifizierten Schein:
Regelmäßige Mitarbeit, Referat bzw. Hausarbeit

Veranstaltungsbeginn:
nach der Seminareröffnung.


4019
Lateinisches Proseminar: Catull
(B. Czapla)

Ort und Zeit: (Achtung, gegenüber dem gedruckten Vorlesungsverzeichnis geändert!) Walther-Kranz-Raum, Mo 14-16

Problemstellung:
Die schmale Sammlung der Catullischen Gedichte zeichnet sich durch große thematische und metrische Vielfalt aus. Sicherlich die berühmtesten sind die Liebesgedichte auf und an Lesbia. Nachdem Catull mit seiner im Stil der Neoteriker (d.h. einer von alexandrinischer Tradition beeinflußten Gruppe römischer Dichter) verfaßten Dichtung Vergil und die Elegiker nachhaltig beeinflußt hatte, zum Ende der Antike immerhin den Gelehrten noch bekannt war, im Mittelalter aber fast gänzlich verschwand, kann man in seinen Fall seit dem 15. Jahrhundert von einer Renaissance im wörtlichen Sinn sprechen. Insbesondere seine Kuß- und sonstige Liebesdichtung, aber auch andere Texte wurden in hohem Maße rezipiert und adaptiert.
Wir wollen in diesem Semester eine thematisch und metrisch breite und zu großen Teilen auch von den Studenten frei wählbare Auswahl der Gedichte lesen und interpretieren, in einigen wenigen Fällen vielleicht auch einen Blick auf die Rezeption werfen.

Empfohlene Textausgabe:
Catullus, ed. Werner Eisenhut, Leipzig 1983.

Sekundärliteratur:
D. F. S. Thomson: Catullus. Edited with a Textual and Interpretative Commentary, Toronto/Buffalo/London 1997.
Niklas Holzberg: Catull. Der Dichter und sein erotisches Werk, München 2002.

Voraussetzungen für die Teilnahme:
Abschluß der Vorbereitungsstufe

Voraussetzungen für einen qualifizierten Schein:
Regelmäßige Mitarbeit, Referat bzw. Hausarbeit.

Veranstaltungsbeginn:
18.04.05.


4020
Lateinisches Proseminar: Sallust, Catilina
(St. Busch)

Ort und Zeit: Walther-Kranz-Raum, Fr 13-15

Problemstellung:
Selbst (oder gerade) wer Sallusts Monographie über die Verschwörung des Catilina bereits in der Schule gelesen hat, wird sich mit Gewinn noch einmal mit dieser Schrift befassen.
Durch gemeinsame Lektüre und Interpretation ausgewählter Passagen soll das Werk unter verschiedenen Aspekten, von Stil und Sprachgebrauch bis hin zur Gesamtkomposition und geschichtsphilosophischen Grundsätzen, erschlossen werden. Der Vergleich mit Parallelquellen bietet Anlaß, auf die Arbeitsweise des Sallust und auf die historische Zuverlässigkeit seiner Darstellung einzugehen und sie den Maßstäben heutiger Historiographie gegenüberzustellen. Auf die wissenschaftlich umstrittene Deutung des "Catilina" (Tendenzschrift? Gegen Cicero? Für Caesar? usf.) kann von hier aus eine Antwort versucht werden.

Textausgabe:
C. Sallusti Crispi: Catilina. Jugurtha. post A. W. Ahlberg, ed. A. Kurfess, Leipzig 1981 oder C. SallustiCrispi Catilina, Iugurtha, Historiarum fragmenta rec. L. D. Reynolds, Oxford1991 (OCT)
Wiss. Kommentare:
-- Karl Vretska, De Catilinae Coniuratione. Kommentar, Band 1 und 2, Heidelberg 1976
-- P.McGushin, Bellum Catilinae. A Commentary by P.McGushin, Leiden/.. (Brill) 1977
Weitere Sekundärliteratur in der Veranstaltung.

Veranstaltungsbeginn:
Nach der Seminareröffnung.


4026
Griechische Stilübungen, Oberstufe
(Th. A. Schmitz)

Ort und Zeit: Walther-Kranz-Raum, Di 16-18

Problemstellung:
Wiederholung der Syntax des zusammengesetzten Satzes anhand von deutsch-griechischen Übersetzungen.

Sekundärliteratur:
Menge, Hermann/Thierfelder, Andreas/Wiesner, Jürgen: Repetitorium der griechischen Syntax, Darmstadt 101999.

Voraussetzungen für die Teilnahme:
Erfolgreicher Abschluß der Stilübungen Unterstufe.

Veranstaltungsbeginn:
12.04.05.


4027
Lateinische Stilübungen, Oberstufe
(B. Czapla)

Ort und Zeit: (Achtung, gegenüber dem gedruckten Vorlesungsverzeichnis geändert!) HS III, Do 14-16

Problemstellung:
Übersetzung deutscher Texte ins Lateinische. Wiederholung und Vertiefung der lateinischen Syntax.

Empfohlene Textausgabe:
Texte werden zur Verfügung gestellt.

Sekundärliteratur:
H. Rubenbauer/J. B. Hofmann/R. Heine: Lateinische Grammatik, Bamberg/München 101977.
Hermann Menge/Andreas Thierfelder: Repetitorium der lateinischen Syntax und Stilistik, Darmstadt 1979.
Hermann Menge/Thorsten Burkard/Markus Schauer: Lehrbuch der lateinischen Syntax und Semantik, Darmstadt 2000.


Voraussetzungen für die Teilnahme:
Bestandene Stilübungen der Unterstufe

Voraussetzungen für einen qualifizierten Schein:
Regelmäßige und aktive Mitarbeit, Bestehen der Klausuren

Veranstaltungsbeginn:
12.04.05.


4029
Griechische Stilübungen, Unterstufe
(H.-L. Barth)

Ort und Zeit: HS XII, Mi 11-13

Problemstellung:
Tempora, Modi und Diathesen (genera verbi) sowie die Kasuslehre werden anhand einfacher Einzelsätze eingeübt. Dabei sollen auch schwierigere Verbformen wiederholt und vertieft werden.

Empfohlene Textausgabe:
Übungstexte werden zur Verfügung gestellt. Neben gängigen Grammatiken wie der von Bornemann-Risch und der von Zinsmeister (Laut- und Formenlehre) und Lindemann-Färber (Teil II: Satzlehre, Dialektgrammatik und Metrik) wird Grundlage der Übung sein v. a. das Standardwerk von Hermann Menge/Andreas Thierfelder und Jürgen Wiesner, Repetitorium der griechischen Syntax, Darmstadt 101999.

Sekundärliteratur:
Weitere Literatur wird in der Übung angegeben.

Voraussetzungen für die Teilnahme:
Abgeschlossene Vorbereitungsstufe

Bedingungen für einen qualifizierten Schein:
Regelmäßige und aktive Mitarbeit, Bestehen der Abschlußklausur

Veranstaltungsbeginn:
nach der Seminareröffnung.


4030
Lateinische Stilübungen, Unterstufe
(H.-L. Barth)

Ort und Zeit: HS III, Mo 16-18

Problemstellung:
Übersetzung anspruchsvollerer Einzelsätze vom Deutschen ins Lateinische sowie zusammenhängender Stücke, die sich an Cäsars Schriften orientieren.

Empfohlene Textausgabe:
Texte werden zur Verfügung gestellt. Die Texte für die erste Sitzung können nach der Seminareröffnung im Geschäftszimmer abgeholt werden.

Sekundärliteratur:
Rubenbauer-Hofman-Heine, Lateinische Grammatik
Menge-Schönberger, Lateinische Synonymik

Voraussetzungen für die Teilnahme:
Abgeschlossener Grammatikkurs der Vorbereitungsstufe

Bedingungen für einen qualifizierten Schein:
Regelmäßige und aktive Teilnahme, Bestehen der Abschlußklausur

Veranstaltungsbeginn:
nach der Seminareröffnung.


4032
Griechische Übung: Sophokles, König Ödipus
(N. Wiater)

Ort und Zeit: Walther-Kranz-Raum, Mi 16.00 s.t.-18.15

Problemstellung:
Sophokles' König Ödipus zieht seit seiner Erstaufführung bis in die Gegenwart immer wieder Literaturwissenschaftler, Künstler und Literaten in seinen Bann. Der Kurs soll dieses faszinierende Drama auf unterschiedliche Weise erschließen: Zum einen will er Studenten bei der Lektüre des griechischen Textes begleiten und sie mit den in Dramen üblichen Versmaßen (bes. jambischer Trimeter) und grammatischen Schwierigkeiten vertraut machen. Zum anderen soll aber auch der Interpretation des Textes breiter Raum eingeräumt werden. Dazu findet der Kurs dreistündig statt: die ersten ca. 60 Minuten werden der Lektüre des Textes gewidmet sein und sind daher vor allem (aber nicht ausschließlich) für Studenten der alten Sprachen gedacht. Im zweiten Teil von ca. 70 Minuten soll die Interpretation des Dramas im Vordergrund stehen. Hier soll der literarische und kulturelle Hintergrund des Werkes erarbeitet und auf diesem die wichtigsten Interpretationsansätze in der Forschung dargestellt werden. Die Frage: "Was kann uns dieser Text auch heute noch sagen?" wird dabei eine wichtige Rolle spielen. Zu ihrer Beantwortung sollen auch wichtige Stufen der Rezeption des Textes Beachtung finden, anhand derer wir uns klarmachen wollen, welche Aspekte für den jeweiligen Autor in seinem Ödipusverständnis im Vordergrund stand. In diesem zweiten Teil ist die deutsche Übersetzung Grundlage der Diskussion. Es sind daher auch nachdrücklich alle Interessierten eingeladen, die nicht über Griechischkenntnisse verfügen, sich aber (nochmals) mit der wohl berühmtesten antiken Tragödie auseinandersetzen wollen.

Empfohlene Textausgabe:
Griechisch:
SOPHOCLES, Fabulae, hrsg. von H. Lloyd-Jones und N. G. Wilson. Oxford 1990.
Deutsch:
SOPHOCLES, König Ödipus, übers. und mit Nachwort versehen von Kurt Steinmann, durchges. Ausg. Stuttgart: Reclam 2002.
SOPHOCLES, König Oidipus, gr.-dt. Tusculum-Studienausgabe von Wilhelm Willige, überarb. von Karl Bayer, mit einem neuen Anhang hrsg. von Bernhard Zimmermann. Düsseldorf u. Zürich: Artemis und Winkler 1999.

Sekundärliteratur:
LATACZ, Joachim, Einführung in die griechische Tragödie. Göttingen: Vandenkoeck und Ruprecht 1993.
LESKY, Albin, Die tragische Dichtung der Hellenen. Fünfte Auflage mit durchges. und erweiterter Bibliographie. Göttingen: Vandenhoek und Ruprecht 1984.
SEECK, Gustav Adolf, Die griechische Tragödie. Stuttgart: Reclam 2000.

FLAIG, Egon, Ödipus. Tragischer Vatermord im klassischen Athen. München: Beck 1998.

Weitere Literatur in den Sitzungen.

Voraussetzungen für die Teilnahme:
Für den ersten Kursteil: Griechischkenntnisse mindestens im Umfang des Graecums.

Sonstiges:
Studenten der Klassischen Philologie können nur einen Schein "Lektüreübung" erwerben, Studenten aus anderen Fächern wahlweise "Übung" oder "Proseminar" (Anerkennung am jeweiligen Seminar vorausgesetzt).

Veranstaltungsbeginn:
13.04.05


4034
Lateinische Lektüreübung: Cicero - Ovid
(H.-L. Barth)

Ort und Zeit: (Achtung, gegenüber dem gedruckten Vorlesungsverzeichnis geändert!) HS XI, Do 14-16

Problemstellung:
Lektüre ausgewählter Passagen aus Cicero und Ovid, vor allem zur Vorbereitung auf die Zwischenprüfung.
Zugrundegelegt werden folgende Texte:
  Cicero, De re publica, Bücher II und III
  Ovid, Metamorphosen, Buch III

Empfohlene Textausgabe:
M. Tullius Cicero, De re publica. Vollständige Textausgabe, bearbeitet von Herbert Schwamborn, Schöningh-Verlag Paderborn (mehrfach aufgelegt)
P. Ovidi Nasonis Metamorphoses, recognovit brevique adnotatione critica instruxit R.J.Tarrant, Oxford 2004.
(oder die ältere Ausgabe von E. S. Anderson, Teubner, Stuttgart-Leipzig 1993)

Sekundärliteratur:
Kommentare werden in der Übung bekanntgegeben. Zur Einführung können folgende Arbeiten benutzt werden:
1) zu Cicero:
M. Tullius Cicero, De re publica. Erläuterungen von Herbert Schwamborn, Paderborn (mehrfach aufgelegt), Einleitung (der Kommentar wird auch zur Anschaffung empfohlen).
Eineknappe moderne Zusammenfassung der Rechts- und Staatslehre Cicerosfindet man in: Ernst-Wolfgang Böckenförde, Geschichte der Rechts- undStaatsphilosophie, Tübingen 2002, 144-167
2) zu Ovid:
Siegmar Döpp, Werke Ovids, München 1992, 117-154
Michael von Albrecht, Ovid - Eine Einführung, Reclam Universalbibliothek 2003, 131-168.

Voraussetzungen für die Teilnahme:
Erfolgreich abgeschlossene Lektüreübung der Vorbereitungsstufe

Bedingungen für einen qualifizierten Schein:
Regelmäßige und aktive Mitarbeit, Abschlußklausur. Für Magisterkandidaten ist die Übung im Grundstudium obligatorisch, für Lehramtskandidaten dringend empfohlen.

Veranstaltungsbeginn:
nach der Seminareröffnung.


4036
Lateinische Lektüreübung zur Vorlesung: "Caesar"
(St. Busch)

Ort und Zeit: Mittel- und Neulateinische Bibliothek, Di 16-18

Problemstellung:
Gemeinsame Lektüre ausgewählter Passagen (zunächst) des Bellum Gallicum zur besseren Kenntnis des Werkes und zur Vertiefung des Vorlesungsstoffes.
-- Zur ersten Sitzung bitte ich, neben dem vermutlich allbekannten Beginn des Werkes (BG 1,1,1ff.) auch das Kapitel BG 5,44 vorzubereiten. --

Textausgabe: Beliebige vollständige Textausgabe des Bellum Gallicum, sofern sie über einen kritischen Apparat verfügt, z. B. die Teubneriana von W. Hering, Leipzig 1987 (u.ö.)
Kommentar zum Bellum Gallicum, F. Kraner / W. Dittenberger, 18. Aufl. v. H. Meusel, mit Register u. Nachträgen von H. Oppermann, Berlin 1960 (Berlin/Zürich 201964-66).

Veranstaltungsbeginn:
19.04.05.


4040
Griechische Metrikübung
(B. Czapla)

Ort und Zeit: Mittel- und Neulateinische Bibliothek, Do 16-17

Problemstellung:
Auch wenn an die Teilnahme an dieser Übung keine Voraussetzungen geknüpft sind, wendet sie sich doch in erster Linie an Studenten, die schon grundlegende Erfahrung mit griechischer Dichtung gemacht haben (Homer). Ansonsten wird sie sich weitgehend nach den Bedürfnissen der Studenten richten. Behandelt werden können ebenso stichische wie nicht stichische Metra, Sprechverse ebenso wie Singverse.

Empfohlene Textausgabe:
Texte werden zur Verfügung gestellt.

Sekundärliteratur:
Bruno Snell: Griechische Metrik, Göttingen 41982.

Voraussetzungen für die Teilnahme:
keine

Veranstaltungsbeginn:
12.04.05


4044
Griechischer Klausurenkurs für Zwischenprüfung und Examen
(Th. A. Schmitz)

Ort und Zeit: Walther-Kranz-Raum, Di 10-12

Problemstellung:
Die Übung will auf die Anforderungen vorbereiten, die in der gr. Zwischenprüfung und in den Examensprüfungen verlangt werden; es solle regelmäßig Übungsklausuren gestellt werden, damit die Teilnehmer ihre Fortschritte überprüfen können.

Voraussetzungen für die Teilnahme:
Die Übung kann von allen Studenten ab dem 2. Fachsemester sinnvoll besucht werden.

Veranstaltungsbeginn:
12.04.05.


4045
Übung zur Technik des Übersetzens aus dem Lateinischen ins Deutsche (Lateinischer Klausurenkurs)
(H.-L. Barth)

Ort und Zeit: (Achtung, gegenüber dem gedruckten Vorlesungsverzeichnis geändert!) HS VI, Mi 18 s.t.-20.15

Problemstellung:
Abwechselnd Übersetzung antiker lateinischer Prosa- und Dichtertexte. Ausführliche Besprechung der Klausurtexte und der Zusatzfragen in der sich jeweils anschließenden Sitzung.

Empfohlene Textausgabe:
Texte werden als Klausuren ausgeteilt.

Sekundärliteratur:
Wird bei der Besprechung der Klausuren bekanntgegeben.

Voraussetzungen für die Teilnahme:
Diese Übung ist für Examenskandidaten bzw. sprachlich schon Fortgeschrittene gedacht.

Bedingungen für einen qualifizierten Schein:
Mindestens die Hälfte der vorgelegten Klausuren muß bestanden sein, wenn der für das Hauptstudium obligatorische zweite Qualifizierte Studiennachweis in dieser Übung erworben werden soll.

Veranstaltungsbeginn:
nach der Seminareröffnung


0895
Lateinische Lektüreübung: Hieronymus, Ausgewählte Briefe
(G. Schöllgen mit A. Weckwerth)

Ort und Zeit: Franz-Joseph-Dölger-Institut, Lennéstr. 41, Do 16-18

Problemstellung:
Eusebius Sophronius Hieronymus (342-420), "weitaus der gelehrteste aller christlichen lateinischen Schriftsteller, der zu den heidnischen Autoren ein so intimes Verhältnis hatte wie kein anderer" (E. Norden), besitzt nicht zuletzt durch seine lateinische Bibelübersetzung, die später so genannte "Vulgata", einen Ehrenplatz in der lateinischen Literaturgeschichte. Ebenso jedoch verfaßte er zahlreiche Kommentare zu biblischen Büchern, einige Streitschriften und die erste christliche Literaturgeschichte De viris illustribus. Darüber hinaus sind etwa 150 Briefe erhalten, von denen nicht wenige den Charakter von Traktaten über verschiedenste Themen besitzen. So finden sich neben Briefen, in denen Hieronymus für die asketische Lebensform wirbt oder zu einer dogmatische Streitfrage Stellung bezieht, auch solche, die sich beispielsweise der Übersetzungstechnik oder dem rechten Verhältnis der Christen zur paganen Literatur widmen. Im Rahmen dieser Übung soll eine Auswahl der Briefe, die die wichtigsten Themengebiete abdeckt, präzise übersetzt und interpretiert werden. Da Hieronymus im allgemeinen ein reines und klares, an Cicero orientiertes Latein schreibt, eignet sich diese Übung auch für alle, die zum ersten Mal einen christlichen Autor lesen möchten.

Empfohlene Textausgabe:
I. Hilberg, Sancti Eusebii Hieronymi epistulae (= CSEL 54-56), Wien 1910-1918.
Die Texte werden den Teilnehmern in Kopie zur Verfügung gestellt.

Einführende Sekundärliteratur:
M. v. Albrecht, Geschichte der römischen Literatur (München 21994), Bd. 2, 1305-1317.
H. v. Campenhausen, Lateinische Kirchenväter (Stuttgart 61986), 109-150.

Veranstaltungsbeginn:
15.04.05


V e r a n s t a l t u n g e n   d e r   V o r b e r e i t u n g s s t u f e

 

4051
Griechische Vorbereitungsstufe: Grammatik

(N. Wiater)

 

Ort und Zeit: Walther-Kranz-Raum

, Fr 11-13

 

Problemstellung:

 

Der Schwerpunkt dieser Übung wird auf der Wiederholung und Vertiefung der Formen liegen. Doch sollen auch die grundsätzlichen grammatischen Phänomene der griechischen Sprache Beachtung finden. Diese sollen anhand von Einzelsätzen und Formenübungen erarbeitet, wiederholt und vertieft werden.

 

Sekundärliteratur:

 

BORNEMANN, Eduard, Griechische Grammatik, unter Mitarbeit von Ernst Risch. Frankfurt a. M.: Diesterweg 2

1978. (Zur Anschaffung empfohlen.)

MENGE, Hermann, THIERFELDER, A., WIESNER, J., Repetitorium der griechischen Syntax

. 10. korrigierte und um ein Supplement erweiterte Auflage. Darmstadt: Wiss. Buchges. 1999. (Zur Anschaffung empfohlen.)

ZINSMEISTER, Hans, Griechische Laut- und Formenlehre

. Heidelberg: Winter 1990. (Zur Anschaffung empfohlen.)

 

Voraussetzungen für die Teilnahme:

 

Graecum oder entsprechende Griechischkenntnisse.

 

Veranstaltungsbeginn:

 

15.04.05

 

 

4052
Griechische Vorbereitungsstufe: Lektüre

(H.-L. Barth)

 

Ort und Zeit:

HS XII, Mo 9.30-11

 

Problemstellung:

 

Wir werden zentrale Abschnitte aus Platons Schrift Gorgias

im Original lesen und den Rest in deutscher Übersetzung hinzunehmen. Dabei soll eine Einführung sowohl in das sokratisch-platonische Denken als auch in den wissenschaftlichen Umgang mit einem griechischen Text der Antike gegeben werden. Außerdem werden zentrale Fragen der griechischen Grammatik wiederholt bzw. vertieft, die sich aus der Lektüre ergeben.

 

Empfohlene Textausgabe:

 

J. Burnet, Platonis Opera, Tomus III, Oxford Classical Texts

 

Sekundärliteratur:

 

Platon, Gorgias. Übersetzung und Kommentar von Joachim Dalfen, Göttingen 2004

 

Allgemein zu Platon: Herwig Görgemanns, Platon, Heidelberg 1994

 

Zur ersten Einführung in Platons Denken:

Jan Szaif, Platon - Spektrum der Philosophie, in: Michael Erler/Andreas Graeser, Philosophen des Altertums. Von der Frühzeit bis zur Klassik, Darmstadt 2000, 130-148.

 

Zur ersten Einführung in den Dialog Gorgias:

Hermann Gundert, Platons Gorgias, in: Griechisch in der Schule, hg. von Egon Römisch, Frankfurt/M. 1972, 204-226

Theo Kobusch, Wie man leben soll: Gorgias, in: Platon : seine Dialoge in der Sicht neuer Forschung, hg. von Theo Kobusch und Burkhard Mojsisch, Darmstadt 1996, 47-63.

 

Weitere Literatur wird in der Lehrveranstaltung bekanntgegeben.

 

Bedingungen für einen qualifizierten Schein:

 

Regelmäßige und aktive Mitarbeit, Bestehen der Abschlußklausur

 

Veranstaltungsbeginn:

 

18.04.05

 

 

4054
Lateinische Vorbereitungsstufe: Grammatik

(C. Pieper)

 

Ort und Zeit:

Walther-Kranz-Raum, Mi 14-16

 

Problemstellung:

 

In der Grammatikübung wird, ausgehend von leichteren Einzelsätzen, ein Einstieg in das Übersetzen vom Deutschen ins Lateinische vermittelt. Ziel ist eine aktive Beherrschung der lateinischen Grundgrammatik. Themen der Sitzungen werden v.a. sein: Kasuslehre, Infinitiv- und AcI-Konstruktionen, Gerundium und Gerundiv.

 

Literatur:

 

H. Rubenbauer, J. Hofmann, R. Heine: Lateinische Grammatik. Bamberg 12

1995 (zur Anschaffung dringend empfohlen).

Daneben kann auch Langenscheidts Kurzgrammatik Latein oder Langenscheidts Lern- und Übungsgrammatik Latein hilfreich sein.

Weitere Literatur wird ggf. in den einzelnen Sitzungen genannt.

 

Voraussetzung für die Teilnahme:

 

Latinum.

 

Voraussetzungen für den Scheinerwerb:

 

Bestehen der Abschlußklausur. Daneben wird von allen erwartet, gut vorbereitet zu den Sitzungen zu erscheinen.

 

Veranstaltungsbeginn:

 

20.04.05

 

 

4055
Lateinische Vorbereitungsstufe: Lektüre

(C. Pieper)

 

Ort und Zeit:

Walther-Kranz-Raum, Mo 16-18

 

Problemstellung:

 

Hauptsächlich werden wir gemeinsam Passagen aus Caesars Schrift über den Gallischen Krieg möglichst präzise übersetzen. In der verbleibenden Zeit sollten wir uns vergegenwärtigen, was ein Studium der lateinischen Philologie ausmacht. Dazu werden grundlegende Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens in unserem Fach (was ist ein kritischer Text? wozu braucht man wissenschaftliche Wörterbücher? etc.) sowie die dafür notwendigen Hilfsmittel (Wörterbücher, Grammatiken, Literaturgeschichten, Lexika, Bibliographien, online-Ressourcen) vorgestellt. Wenn von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern gewünscht, können wir auch der Universitätsbibliothek einen Besuch abstatten.

 

Empfohlene Textausgabe:

 

Texte werden in Fotokopie verteilt. Auch die wichtigsten Kommentare, die bei der häuslichen Vorbereitung helfen können, werden in der ersten Sitzung vorgestellt.

 

Empfohlene Sekundärliteratur:

 

Gerhard Jäger: Einführung in die klassische Philologie. München 1975 (eine Anschaffung lohnt sich durchaus).

Gregor Maurach: Caesar, der Geschichtsschreiber: Kommentar für Schule und Studium. Münster 2003 (als eine jüngst erschienene Monographie - es reicht durchaus, das Seminarexemplar zu benutzen...)

 

Voraussetzung für die Teilnahme:

 

Latinum oder etwa gleichwertige Lateinkenntnisse.

 

Voraussetzungen für einen qualifizierten Schein:

 

Regelmäßige und aktive Teilnahme, Bestehen der Abschlussklausur.

 

Veranstaltungsbeginn:

 

18.04.05

 

 

4056
Lateinische Vorbereitungsstufe: Metrik

(H.-L. Barth)

 

Ort und Zeit:

HS XV, Do 18.00 s.t.-19.30

 

Problemstellung:

 

Metrische Analyse lateinischer Verse (Hexameter, Pentameter, jambischer Trimeter und jambischer Senar) mit Übersetzung der vorgelegten Texte.

 

Empfohlene Textausgabe:

 

Texte werden in Kopien zur Verfügung gestellt.

 

Sekundärliteratur:

 

Friedrich Crusius, Römische Metrik, neubearbeitet von H. Rubenbauer, Hildesheim 1986

S. Boldrini, Prosodie und Metrik der Römer, Stuttgart-Leipzig 1999

Weitere Hilfen werden in der Übung zur Verfügung gestellt oder wenigstens angegeben.

 

Bedingungen für einen qualifizierten Schein:

 

Regelmäßige Teilnahme und Mitarbeit, Bestehen der Abschlußklausur

 

Veranstaltungsbeginn:

 

nach der Seminareröffnung

 

 

B y z a n t i n i s t i k

 

4081
Vorlesung: Byzantinische Islampolemik

(E. Trapp)

 

Ort und Zeit:

Walther-Kranz-Raum, Do 9-11

 

Problemstellung:

 

Es wird ein zweifacher Überblick über die byzantinischen Werke gegeben, die die Auseinandersetzung mit dem Islam betreffen. Zunächst ein literarhistorischer nach Genera (Häresienverzeichnisse, Chroniken, Kurzdialoge, Hagiographie, große theologisch-polemische bzw. apologetische Schriften: Niketas Byzantios, Bartholomaios von Edessa, Johannes Kantakuzenos, Manuel Palaiologos), danach ein thematischer (Hauptthemen der Kontroverse: Gottesbegriff, Prophetenwürde und Originalität, Paradiesesvorstellungen, Erfolgsbeweis u.a.). Einzelne Textproben (griechisch oder in deutscher Übersetzung) dienen der Veranschaulichung.

 

Literatur:

 

A. T. Khoury, Polémique byzantine contre l'Islam, Leiden 1972.

Corpus Islamo-Christianum, Series Graeca 1-5, Altenberge 1987-2000.

 

 

4082
Hauptseminar: Byzantinische Inschriften der Peloponnes

(E. Trapp)

 

Ort und Zeit: Mittel- und Neulateinische Bibliothek, Mi. 11-13

 

 

Problemstellung:

 

Es werden die bedeutenderen byzantinischen Inschriften aus der Peloponnes gelesen und interpretiert. Dabei nehmen die aus Mistras, dem Regierungssitz der Despoten der Palaiologendynastie den größten Raum ein.

 

Literatur:

 

D. Feissel - A. Philippidis-Braat, Inscriptions du Péloponnèse, Travaux et Mémoires 9 (1985) 267-395

K. Zesios, Epigraphai christianikon chronon tes Hellados, Byzantis 1 (1909) 114-145

etc.

 

Bedingungen für einen qualifizierten Schein:

 

regelmäßige Mitarbeit, ein Referat

 

 

4083
Proseminar: Die Vita des Lukas Stylites

(E. Trapp)

 

Ort und Zeit:

Walther-Kranz-Raum, Do 11.00 s.t.-12.30

 

Problemstellung:

 

Lektüre der Vita des Säulenheiligen Lukas, die Ende des 10. Jhdts. von einem Augenzeugen verfaßt wurde. Lukas wurde vermutlich Ende des 9. Jhdts. geboren, wurde zunächst Soldat, dann aber Priester und Mönch; über 40 Jahre lebte er auf einer Säule in Chalkedon gegenüber von Konstantinopel, wo er 979 starb.

 

Literatur:

 

H. Delehaye, Les Saints stylites, Brüssel 1923, S.195-237.

 

Bedingungen für einen qualifizierten Schein:

 

regelmäßige Mitarbeit

 

 

4084
Übung zur mittelgriechischen Lexikographie

(E. Trapp)

 

Ort und Zeit:

Walther-Kranz-Raum, Mo 11.00 s.t.-13.15 (3st)

 

 

 

M i t t e l -   u n d   N e u l a t e i n

 

4102
Vorlesung: Geschichte der mittellateinischen Literatur im Überblick

(M. Laureys)

 

Ort und Zeit:

Mittel- und Neulateinische Bibliothek, Do 11-13

 

Problemstellung:

 

In dieser Vorlesung soll versucht werden, die wesentlichen Epochen und Gattungen, die herausragenden Autoren und spezifischen Merkmale der mittellateinischen Literatur darzustellen.

 

Empfohlene Textausgaben:

 

Textproben werden im Laufe der Veranstaltung verteilt.

 

Sekundärliteratur:

 

Die relevante Literatur zu den einzelnen Autoren und Themen wird in den jeweiligen Veranstaltungen vorgestellt. Die wichtigsten literaturgeschichtlichen Darstellungen und Repertoria werden aufgelistet und kurz kommentiert in U. Kindermann, Einführung in die lateinische Literatur des mittelalterlichen Europa, Turnhout, 1998, S. 80-87. Vgl. danach noch Letteratura latina medievale (secoli VI-XV). Un manuale

, ed. C. Leonardi e.a., Firenze, 2002.

 

 

4103
Hauptseminar: Die mittel- und neulateinische Literatur Skandinaviens

(M. Laureys)

 

Ort und Zeit:

Mittel- und Neulateinische Bibliothek, Di 14.30-16

 

Problemstellung:

 

Obwohl Skandinavien eine lange und reichhaltige lateinische Tradition vorweisen kann, die bis heute fortdauert, erhält die mittel- und neulateinische Literatur Skandinaviens in gesamteuropäischen Überblicksdarstellungen jedoch häufig nicht die ihr gebührende Aufmerksamkeit. Zudem sind manche Specimina dieser Literatur noch wenig erschlossen und relativ unerforscht. Der Bedeutung Skandinaviens als lateinischer Literaturlandschaft in Mittelalter und Neuzeit soll in diesem Seminar mittels einer Besprechung einzelner ausgewählten Autoren und Texte nachgegangen werden.

 

Empfohlene Textausgaben:

 

Texte werden in den einzelnen Sitzungen gestellt und besprochen.

 

Sekundärliteratur:

 

Für die mittellateinische Literatur Skandinaviens gibt es keine neueren Überblicksdarstellungen. Ein guter Teil der neulateinischen Literatur Skandinaviens ist erfaßt in einer Database of Nordic Neo-Latin Literature (www.uib.no/neolatin/). Vgl. auch A history of Nordic Neo-Latin literature, ed. Minna Skafte Jensen, Odense, 1995; Erudition and eloquence. The use of Latin in the countries of the Baltic Sea (1500-1800)

, edd. O. Merisalo - R. Sarasti-Wilenius, Helsinki, 2003

 

Bedingungen für einen qualifizierten Schein:

 

Regelmäßige Vorbereitung und Übernahme eines Referates

 

 

4104
Proseminar: Konrad Celtis
(M. Laureys)

Ort und Zeit: Mittel- und Neulateinische Bibliothek, Mi 9.00 s.t.-10.30

Problemstellung:
Lektüre und Besprechung einer repräsentativen Auswahl von Texten in Dichtung und Prosa des Archegeten des deutschen Renaissancehumanismus

Empfohlene Textausgaben:
Texte werden in den einzelnen Sitzungen gestellt und besprochen.

Sekundärliteratur:
Für eine zuverlässige Einführung und bibliographische Orientierung vgl. den Celtis gewidmeten Kommentarteil in: Humanistische Lyrik des 16. Jahrhunderts, edd. W. Kühlmann - R. Seidel - H. Wiegand (Bibliothek der Frühen Neuzeit, 1. Abt., Bd. 5), Frankfurt am Main, 1997, S. 920-1019. Vgl. zudem G.M. Müller, Die "Germania generalis" des Conrad Celtis. Studien mit Edition, Übersetzung und Kommentar, Tübingen, 2001; J. Robert, Konrad Celtis und das Projekt der deutschen Dichtung. Studien zur humanistischen Konstitution von Poetik, Philosophie, Nation und Ich, Tübingen, 2003

Bedingungen für einen qualifizierten Schein:
Regelmäßige Vorbereitung und Mitarbeit


4105
Oberseminar: Aktuelle Forschungsprojekte aus dem Gebiet der Neulateinischen Philologie
(M. Laureys mit K.A. Neuhausen)

Ort und Zeit: Walther-Kranz-Raum, Di 18-21


4107
Übung: Engelbert Kaempfer, Amoenitates Exoticae
(A. Becker)

Ort und Zeit: Mittel- und Neulateinische Bibliothek, Di 10-12

Problemstellung:
Lektüre ausgewählter Passagen aus den 1712 veröffentlichten Amoenitates Exoticae, in denen Kaempfer (1651-1716) eine Beschreibung Persiens auf der Grundlage seiner Forschungsreise, die ihn von 1683-1688 in den heutigen Iran führte, bietet.
Texte werden in den Sitzungen gestellt.

Literatur zur Einführung:
Engelbert Kaempfer (1651-1716) und die kulturelle Begegnung zwischen Europa und Asien. Klocke-Daffa, S - Scheffler, J - Wilbertz, G (Hrsg) Lemgo 2003
Haberland, D. Das ungewöhnliche Leben des Engelbert Kaempfer. Bielefeld 1990

Artikelaktionen